Bondage-Tipps für Lederfessel & Co.

Das erotische Spiel mit der Lederfessel bringt ganz neue Anregungen, Erfahrungen und Machtspiele in eure Beziehung. Lasst euch ein auf ein lustvolles Fesseln und Necken aus Dominanz und Unterwerfung und beschert euch selbst mit erregenden Abenteuern.

Nichts für Dich?

Vielleicht ja doch.

Denn Bondage ist nicht gleich Bondage. Und Lederfessel ist nicht gleich Lederfessel. Gebunden zu sein, kann auch mal anders verstanden und praktiziert werden.

Stellt sich die Frage, wo Dominanz und Unterwerfung, Macht und Ohnmacht anfangen. Wann nimmst Du die aktive Rolle als Fesselungskünstler ein und nimmst den weiteren Verlauf selbst in die Hand? Wie fühlt es sich an, gleitet und dominiert zu werden? Wie devot kannst und möchtest Du sein?

Oder anders gefragt: Was gibt Dir den Kick? Ist es tatsächlich nur der Sex? Ist es das Vorspiel? Oder ist es das bedingungslose Vertrauen?

Bondage hat viele Seiten. Die bekannteste ist mit Sicherheit die Verbindung, die zu SM-Praktiken hergestellt wird. Doch es gibt auch andere Bondage-Arten, welche den Fokus bei der Fesselungskunst zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit ganz anders legen.

4 Bondage-Arten im Überblick

Die fesselnde Erotik vereint BDSM und Ästhetik. Hardcore-Sex und Kunst kommen sich hier ganz nahe. Auge und Berührung vereinen sich im Körperkult und werden in Szene gesetzt. Harte und zarte Berührungen treiben Dich zum Äussersten.

Je nachdem, wie Du es magst und was Dich anturnt ist von Folterbondage bis Zierbondage alles dabei. Du kannst zusammen mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin entscheiden, was euch am meisten anturnt.

1. Zweckbondage

Die erste Bondage-Art ist die Zweck- oder Gebrauchsbondage: Hier geht es ganz einfach darum zu fesseln, damit schnell fixiert ist. Bondage also als Mittel zum Zweck. Meist dient diese Art als Vorspiel zum Sex oder als Vorbereitung zu weiteren SM-Praktiken.

Bei den anderen Arten ist Bondage der Zweck selbst.

2. Folterbondage

Du warst unartig? Bei der Folterbondage wird der Gefesselte z.B. im Züchtigungsspiel bestraft und in eine möglichst unbequeme oder gar erregend-schmerzhafte Stellung gezwungen.

Mit der nötigen Erfahrung kannst Du den Lustschmerz steigern, indem Du die Schwerkraft nutzt und als aktiver Partner, auch Top oder Dom genannt, Deinen passiven Partner (Sub oder Bottom genannt) enger fesselst oder Hängetechniken wählst.

Sex gehört hier nicht unbedingt mit dazu, kann aber die Session abrunden. In diesem Fall spricht man von Fesselsex.

3. Zierbondage

Die dritte Art ist die Zierbondage. Die Fesselkünste und Knoten sollen hier vor allem schön anzusehen und ästhetische Gesichtspunkte bedienen.

Mit den richtigen Fesselungstechniken und Knoten können einzelne Körperteile schön betont oder Kostüme für Fetischpartys erstellt werden. Den Sub in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken, ist hier nur das nachrangige Ziel.

4. Shibari

Die Japan-Bondage (Shibari, Kinbaku) ist die Kunstform, bei der Körper und Seil zu einer Einheit verschmelzen. Anders als bei den anderen drei Fesselungsarten wird hier nicht mit einem Machtgefälle zwischen Dom und Sub gespielt, sondern die Partner fesseln sich auf Augenhöhe.

Techniken mit Lederfessel und Seil

Techniken gibt es viele. Mit dem passenden Wissen, ausreichender Erfahrung und Kreativität kannst Du die Techniken an die Situation und die Anatomie Deines Partners anpassen. Denn zu den einzelnen Stellungen gibt es immer Alternativen und Variationen.

Neben den Kenntnissen ist auch das Material entscheidend, welches Du für die Bondage-Session wählst. Material und Form des Zubehörs und seine Qualität haben grossen Einfluss auf euer Spiel, denn für manche Techniken braucht es bestimmte Bondage-Accessoires.

Im Groben lassen sich 5 verschiedene Bondage-Techniken unterscheiden:

  1. Zusammenbinden von Körperteilen.
  2. Auseinanderspreizen der Körperteile mit einer Spreizstange.
  3. Festbinden an Gegenständen, z.B. mit hochwertigem, robustem und hautverträglichem Seil,Lederfessel oder Handschellen.
  4. Wickelbondage: Hier wird der Körper komplett eingebunden. Entweder kunstvoll verknotet mit Seilen, Lederfesseln und Ketten oder aber auch mit Tapes und Folien.
  5. Gerade bei Frischhaltefolie musst Du gut aufpassen, da sie Hitzestau verursachen kann.

  6. Hängebondage (Suspension Bondage) ist nur was für Profis, die viel Erfahrung und Vorkenntnisse von der menschlichen Anatomie und spezieller Suspension Bondage Gear haben.

Das braucht’s für gute Bondage

Flop oder Top, Lustschmerz versus Risiko. Wer sich an Bondage heranwagt, sollte auf jeden Fall wissen was er tut, mit wem und mit was.

Damit das Spiel mit den Grenzen gelingt, gilt immer die goldene SM-Regel „safe, sane, and consensual“, was soviel heisst wie sicher, vernünftig, und einvernehmlich.

1. Wissen über Anatomie, Technik, sich selbst und den Partner

Die Risiken zu kennen, heisst sicher spielen zu können. Bei Bondage muss vor allem auf drei Risiken geachtet werden, um die Verletzungsgefahr zu minimieren:

  1. Atemknappheit (aufgepasst mit Knebeln und Halsfesseln!)
  2. Einschnürungen und damit das Abkappen vom Blutfluss (halte immer den Schlüssel und eine Schere in Reichweite bereit!)
  3. Panik, besonders dann, wenn sie wegen der Fesseln und Knebel nicht gezeigt werden kann (immer auch auf die kleinsten Anzeichen achten und niemals den Raum verlassen, solange Dein Partner noch gefesselt ist!)

Wissen und Können alleine reichen allerdings nicht aus. Denn das Wissen muss immer auch beachtet werden. Was man selbst tut, was der Partner tut und was man ihm oder ihr zutraut ist noch eine ganz andere Sache.

Neben aller verruchter Qual und Lustschmerz darf die persönliche Wohlfühlzone nicht verletzt werden. Die Grenze zwischen lustvollem und unangenehmem Schmerz müsst ihr immer kennen, einschätzen und beachten. Dazu sind Feingefühl, Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein unabdingbar.

Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, dann steht euch nichts mehr im Weg.

Spielt mit euch und der Technik und gebt euch vollkommen eurer Neugierde und Ausprobierfreude hin, erlebt intensive Macht und Ohnmacht und lasst euch leiten von Ästhetik, einschränkender Kreativität, starkem Verlangen und fesselnder Lust.

Perfekt, um Gewohnheiten abzulegen und Neues auszuprobieren.

Tipp: Lasst euch auch im Bondage-Spiel nicht von der Routine einholen. Tauscht die aktive und passive Rolle und lernt die dominierende, unterwerfende und die devote, vollkommen ausgelieferte Seite kennen. Das ist eine wertvolle Erfahrung für die Zukunft, egal, ob ihr auf Dauer lieber die Rolle des Doms oder des Subs einnehmt.

Und Leute: Respekt! Immer!

2. Kommunikation und Safeword

Dazu gehört auch, dass ihr die Tabus vorab festlegt. Böse Überraschungen sind erlaubt. Aber eben nur im Rahmen.

Dann kann die Session beginnen. Gerade am Anfang beim Ausprobieren, wenn ihr euch, den Partner und die Techniken noch nicht gut kennt, kann es passieren, dass er oder sie sich unwohl fühlt. Für diesen Fall ist ein Safeword (bzw. Zeichen, wenn ihr mit einem Knebel spielt) wichtig.

Das Safeword solltet ihr immer vorab festlegen.

Seid kreativ, verwendet nicht „Nein“ oder „Stopp“, was man gerne mal im Eifer des Moments rausschreit, ohne es tatsächlich zu meinen.

Wichtig ist es, ein Wort und Zeichen zu finden, das dem Partner unmissverständlich signalisiert, dass es zu heftig wird und Du den Wunsch hast, einen Gang runter zu schalten oder aufzuhören. Dazu könnt ihr auch zwei unterschiedliche Wörter finden. Eines das angibt, langsamer zu machen und ein anderes zum kompletten Abbruch.

Na dann, los geht’s.

3. Zeit macht’s intensiver

Nehmt euch Zeit!

Jede Session wird intensiver, denn die treibende Vorfreude, die wilde Phantasie, die reizende Ungewissheit, die süsse Qual, das innige Verlangen und der heisse Lustschmerz werden durch Langsamkeit erregt.

Am Anfang reichen vielleicht schon eine Augenbinde, ein Federkitzler, eine weiche Lederfessel und eine Lederpeitsche.

Und dann heisst es: Ausprobieren geht über studieren.

Wie fühlt es sich an? Solls so bleiben, oder willst Du noch ein bisschen mehr?

4. Kunstvoll fesseln mit Bondage-Zubehör

Um die vielseitige und aufregende Seite von Bondage kennenzulernen und um die Erlebnisse zu intensivieren, gibt es viele sinnliche Sex Toys und fesselnde Bondage-Accessoires.

Es gibt unzählige Möglichkeiten für kunstvolle Fesselungen. Spielt mit den Techniken und zelebriert die Lust, Begrenzung und Freiheit.

Wenn Du direkt starten möchtest, dann schaue Dich auf playful.ch um. Hier findest Du die passende Lederfessel, ob Kunstleder oder Echtleder, gepolstert oder als Set, sowie alle anderen Bondage-Accessoires, auf die Du schon bald nicht mehr verzichten möchtest.

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